VHF Contest (September 2018) bei DR9A.

In Sachen Contest habe ich schon einige Erfahrungen gemacht und an den unterschiedlichsten Stationen gearbeitet. Vom Barfuß TRX bis zur Station mit mehreren Antennen und Endstufen war alles schon dabei.

Somit war ich gespannt wie sich die Station bei DR9A “anfühlen” würde und wie sich das Antennenkonzept mit 8 Zeilen aus jeweils vier 6el Yagis verhält.

8x Zeile aus 4x 6el Yagis.

Ich bin Donnerstag am Nachmittag angereist und zu dem Zeitpunkt hatte die Mannschaft schon den LKW mit dem Mast positioniert und die 4x 17el Yagis auf den Mast gebaut. Ich kam gerade rechtzeitig um in den Aufbau der 4x 6el Zeilen einzusteigen.

Es ist so ziemlich alles bei DR9A gut sortiert und dokumentiert, so dass man als Neuankömmling recht schnell die Vorgänge nachvollziehen kann. Ohne diese Systematisierung wäre die Station auch sicher nicht zu realisieren.

Am Freitag wurden dann nach und nach alle Komponenten in Betrieb genommen und getestet. Alles war recht entspannt, da beim Aufbau keine Havarien passiert sind. Am Freitag Abend war die Anlage bis auf die PCs (Log etc.) einsatzbereit.

Am Samstag wurden noch die PCs eingerichtet und getestet und schon lange vorm Kontest war alles bereit.

Die Zeit bis zum Kontest wurde für ein paar QSOs genutzt um ein Gefühl für die Anlage zu bekommen.

Um 16 Uhr Ortszeit (14 Uhr UTC) ging es dann mit Vollgas los. Das Log füllte sich und schon recht bald war das erste QSO mit über 1000 km im Log. Die Anlage funktionierte durchgehend gut und wir hatten keine Ausfälle bzgl. der Technik.

Als Neuling war ich im Schichtplan in der Nacht von 1 bis 3 Uhr eingeplant. Hier ist meist etwas Ruhe um sich in die Station und das Logprogramm näher einzuarbeiten. Auch den Platz des 3. Operators, welcher für Skeds und das “rovern” auf dem Band zuständig ist konnte ich so kennenlernen.

Das Stationskonzept ist sehr flexibel, so dass die beiden Hauptoperatoren im Empfangsfall unabhängig Zugriff auf alle Antennengruppen haben. So kann man sich unter den Operatoren z.B. Richtungen aufteilen, so dass jeder Operator auf weniger Richtungen achten muss.

Ein Blick in die Station, hier die beiden Haupt-OPs.

Der dritte Operator kann auf die jeweilige Antenne des ersten und zweiten OP zugreifen oder wahlweise auf die 4x17el auf dem Rotor. Die beiden Haupt-OPs wechseln die Frequenz nicht, nur der dritte OP kann frei übers Band kurbeln und noch nicht gearbeitete Stationen suchen und abarbeiten.

Der dritte OP hat auch einen Rechner mit Airscout Software installiert, so dass von hier auch Airplane-Scatter Verbindungen geplant werden und zur gegebenen Zeit dann abgearbeitet werden.

Ich habe noch nie eine so problemlos funktionierende und intuitiv zu bedienende Station gesehen wie das 144 MHz Setup von DR9A.

Dazu kommt dann noch die wirklich sehr schöne Umgebung und die Frische Luft, welche man als Asthma-Geschädigter immer sehr zu schätzen weiß.

Ich freue mich schon auf die nächsten Hochfrequenzbattles mit DA0FF DB0GTH und auf weitere Wochenenden mit “ganz normalen Leuten” !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.